Gestern kam das Erwartete Päckchen von HTC mit dem Android Testgerät HTC Hero. Schnell war das Gerät ausgepackt und eingeschalten. Kurze erste Einstellungen, wie den Google Account einrichten oder die Virtuelle Tastatur ausprobieren, sind schnell gemacht. Sogar die Twitterdaten kann man eingeben. Und schon strahlte mir die schöne Oberfläche mit den Widgets entgegen. Auf sieben Bildschirmen (vergleichbar mit den Appseiten am iPhone) kann man die kleinen zum Teil echt nützlichen Tools und auch Icons verteilen. Hat man ein Twitteraccount angegeben werden im Twitterwidget sofort die Tweets geladen. Das Wetterwidget Zeigt das Wetter anhand des Aktuellen, per GPS ermittelten Standortes, an. Diese Widgets, besonders das Wetterwidget, sehen echt schick aus.
Die Übersicht aller Programme ist auch schnell gefunden. Schnell ist auch der Taschenrechner gefunden. Der sieht vom Interface ganz schick aus und ist auch schön animiert. Nach drei gerechneten Aufgaben will man die App dann auch wieder Beenden. Bis dahin habe ich noch keine Tasten gebraucht. Dies wir jetzt wohl nötig sein. Und die Auswahl ist nicht gerade leicht. Sechs Tasten stehen zur Auswahl. Nachdem beim ersten Versuch nur das Display ausgeht, wird mir beim zweiten mal der erweiterte Taschenrechner angeboten. Nett aber nicht das was ich haben wollte. Beim dritten Versuch lande ich dann auch wieder auf der Widgetoberfläche.

Einige Programmstarts später und einige Beenden-Button-Suchen später wird das System langsam träge… Da fällt mir doch ein, dass Android Multitasking kann. Nach Zwei versuchen Finde ich auch die Auswahl der gerade laufenden Programme. Doch ich finde keine Möglichkeit die Programme wirklich zu beenden. Nach endlosen Versuchen und suchen in Menüs fragte ich Google. Die Antwort war schnell gefunden und eben so verblüffend: Man kann App nicht beenden, das System kümmert sich darum. Wird der Speicher knapp werden die Apps eingefroren (was sich in etwa so auswirkt als wenn man beim iPhone eine App beendet). Leider schien dies nicht ganz so gut zu funktionieren, da das System nicht mehr flüssig lief und auf die Eingaben extrem verzögert reagierte. Schnell war aber auch hier, dank Google, eine Lösung gefunden: Task Manager im Android Marketplace.
Dies war dann doch ein Grund sich den Marketplace (also den Appstore für Android Apps) mal genauer anzusehen. Ich wurde mit Ergebnissen nur so überflutet. Es schien fast noch schlimmer als im Appstore. Was aber positiv auffiel, dass wirklich fast alle Apps kostenlos waren. Dies zieht sich übrigens über fast alle Suchbegriffe hinweg (wobei einige Versionen nur Testversionen mit Upgrademöglichkeit sind). Die Standartausrüstung an Apps war schnell zusammengesucht. (wobei man keinen Twitterclient suchen musste, da der ja schon vor installiert ist.) Audioboo, Skype (beta) und IM+ waren schnell gefunden und installiert, wobei ich sagen muss, dass in diesen fällen die iPhone Apps deutlich besser und übersichtlicher sind (so jedenfalls mein erster Eindruck).
Nun habe ich ja noch gar nichts zur Kamera geschrieben… Richtig! Das HTC Hero besitzt zwar eine 5 Megapixel Autofokus Kamera, jedoch konnte ich diesen noch nicht Testen. Der Grund: Das HTC Hero besitzt so gut wie keinen eingebauten Speicher. Will man ein Foto machen verlangt das Gerät nach einer Mini SD Karte. Hat es diese nicht, wie es bei mir gerade der Fall ist, so verweigert das Gerät die Funktion. Der Autofokus macht jedoch einen guten Eindruck und im Gegensatz zum iPhone gibt es eine Zoomfunktion. (Natürlich nur Digitale und von da her qualitativ nicht hochwertig. Aber manchmal hat man die sich ja am iPhone doch gewünscht)
Die Tastatur ist für mich als iPhonebenutzer gewöhnungsbedürftig. Am Rand ist der Touchscreen unempfindlicher so dass man wirklich drücken muss. Die Umlaute sind allerdings so wie am iPhone zu erreichen.
Im Allgemeinen ist das Gerät und das Betriebssystem doch besser als erst gedacht. Das Gerät macht einen schicken Eindruck obwohl der “Knick” nicht jedermanns Sache sein dürfte. Wenn man vom iPhone kommt, kommt man mit sehr viel höheren Erwartungen an solch ein Gerät als von jedem anderen Gerät. Mit den “vielen” Knöpfen und der Tastatur zurechtzukommen ist wahrscheinlich Gewöhnungssache. Sehr positiv überrascht hat mich auch der Marketplace. Dieser kann mit der Auswahl durchaus mit dem Appstore mithalten, auch wenn ich zur Qualität der Programme noch nicht all zu viel sagen kann. Besonders die die vielen kostenlosen Apps begeistern. Auch findet man viele vom iPhone bekannte Programme im Android Marketplace wieder.
Dies war jetzt der erste Eindruck von dem Gerät und dem Android System, welcher aber noch sehr einseitig sein kann. Ich werde in den nächsten Tagen immer mal wieder über meine Erfahrungen berichten.

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