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Apple vs. Amazon: AppStore vs. AppStore

Kaum hat Apple seine Last mit der Konkurrenz von Samsung wegen einer Patentsklage abgeworfen - in den USA hat Apple den Fall gewonnen, in Großbritannien und Südkorea verloren - kommt das nächste dicke Ding auf das innovative Unternehmen zu. In diesem Fall aber sieht sich Apple in der Offensive, denn das große virtuelle Kaufhaus Amazon hat sich eines typischen Apple Begriffs bedient: dem AppStore.

Der AppStore ist, wie viele wissen, der Ort an dem sich iOS-User für das iPhone, den Mac und das iPad bzw. iPod funktionale Programme oder Spiele herunterladen können. Der digitale Store ist nur Produkten vorbehalten, die von externen Entwicklern spezifisch für Apple Geräte programmiert wurden. Der Begriff allerdings – “AppStore” – wurde von Apple erst popularisiert. Das nutzt Amazon jetzt anscheinend für sich und hat auch seinen Onlinestore für die angebotenen E-Reader Geräte (wie etwa den Kindle Fire) kurzerhand “AppStore” genannt. Dagegen möchte Apple nun angehen.

In einer Klage vor dem amerikanischen Gericht gab es nun ein erstes Urteil. Der Streit begann bereits im März 2011, als Amazon eine Namensänderung des Amazon Kindle Appstores vornahm. Das ganze hieß zuerst “Amazon Appstore for Android”, ganz klar eine Spezifizierung auf das konkurrierende Betriebssystem von Google. Apple sieht allerdings bewusste Irreführung im neuen Namen, “Amazon Appstore”.

Die zuständige Richterin Elizabeth Laporte hat beide digitalen Riesen dazu angeordnet, die Sache außergerichtlich zu klären. Für Apple bedeutet das: entweder, Amazon zahlt Lizenzen für die Nutzung des Begriffes, oder Strafgebühren für das bisherige Nutzen inklusive einer zukünftigen Distanzierung.

Apple versucht seit 2008 nun den Begriff “AppStore” markenrechtlich zu schützen. Allerdings war dieses Vorhaben bisher nicht sonderlich erfolgreich, zumindest nicht in den Vereinigten Staaten. Dort besitzt Apple – im Gegensatz zu Europa – die Rechte an dem Begriff noch nicht, die Entscheidung steht anscheinend noch aus. Sollten sich Amazon und Apple nicht einig werden in ihren außergerichtlichen Verhandlungen, wird der Fall im August des Jahres 2013 wieder aufgenommen.

Die digitale Welt hält die Medien oft gebannt mit solchen kuriosen Fällen. In New York war es vor kurzem der Fall um DiChristina, der die Aufmerksamkeit der neuen Medien beanspruchte. Das Gericht begründete dort ausführlich, wieso Poker- und Glücksspiele im Allgemeinen eben keine Glücks- sondern Geschicklichkeitsspiele sind. Das ist deshalb spannend, weil man dadurch entweder Steuern bezahlen muss oder eben auch nicht. Zudem schaukeln sich die subjektiven Gerichtsurteile von einer Judikative zur nächsten, sodass man am Ende überhaupt nicht klar ist, was eigentlich rechtens ist. Für Online-Poker Anbieter – immerhin ein sehr lukratives Internet-Business – kann das zu Problemen führen.

Aber auch die Copyright-Probleme wie im Fall von Apple und Amazon sind nicht unbekannt. Apple selbst sieht sich mit unzähligen Klagen konfrontiert, geht aber auch selber auf die Vollen um die Konkurrenz in die Schranken zu weisen. Das alles gibt vor, wie Unternehmen in der Zukunft ihre Produkte und Marketingstrategien strukturieren.

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David

Hi, mein Name ist David Hermann und ich bin Administrator und Blogger von Touch-This.de. Außerdem bin ich auch auf Twitter und mit meinem privaten Weblog im Web vertreten. Viel Spaß beim Lesen des Artikels.

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