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[Produkttest] sonoros Troy und Jawbones Big Jambox

Eine Hifi-Anlage ist toll, hat aber auch seinen Preis. Wer beim Kauf der Soundanlage nicht so viel Geld über den Tresen wandern lassen möchte, kann sich in diesem Artikel inspirieren lassen, denn ich stelle euch zwei Klangwunder vor, die es in sich haben. Jedes glänzt mit seinen eigenen Features und in der Gesamtheit machen beide einen guten Eindruck. Aber schaut einfach mal in den Artikel hinein.

Ich liebe Musik und höre sie gern in einer gewissen Lautstärke (zum Leidwesen meiner Nachbarn). Mit Kopfhörern kann ich zu Hause nichts anfangen, ich will die Musik laut hören, sie fühlen können. In diesem Monat habe ich mir deswegen für einen Produkttest zwei Geräte schicken lassen, die unterschiedlicher gar nicht hätten sein können, obwohl sie beide das selbe können und damit beworben werden: Musik abspielen. Doch sowohl der Troy von sonoro, als auch die Big Jambox von Jawbone können zusätzlich noch ganz andere Dinge. Wovon ich spreche, mit welchen Unterschieden beide für sich überzeugen konnten und welche Musikbox mein Favorit ist – das erfahrt ihr in diesem Produkttest.

Troy von sonoro – Allgemeines

Der Troy von sonoro ist nicht nur eine Musikbox, das bemerkt man sofort, wenn man sich das Produkt auf der Webseite von sonoro ansieht. Musik abspielen ist seine Meisterdisziplin, aber neben dieser, ist sie noch für das Aufladen von mobilen Geräten entwickelt worden und bietet sogar eine kleine Ablagefläche für das Smartphone oder sogar einen Ständer für das iPad. Dabei werden die Anschlusskabel schön in einem kleinen Fach verstaut, man sieht dann nur die Enden der Kabel und das eigentliche Stromkabel der Box.

Lieferumfang

  • troy Musikstation
  • 3,5 mm Aux-Kabel
  • Netzkabel
  • Bedienungsanleitung

Das Design

Auf den Bildern im Internet sieht der Troy gar nicht so groß aus, als er dann in der Realität tatsächlich ist. Er misst eine Größe von 26 cm x 16,5 cm x 17,5 cm und bringt ein Gewicht von 2 Kilogramm auf die Waage – Mobilität ausgeschlossen. Rundherum ist Troy mit Filz ummantelt, das wirkt jugendlich und äußerst preisorientiert.
Auf dem Kopf der Soundbox tront entweder ein Deckel – darunter findet man die verschiedenen Anschlussmöglichkeiten für die mobilen Geräte, um sie mit Strom zu beliefern – oder dreht man den Deckel um, befindet sich auf der Unterseite ein kleiner Ständer für das iPad. So lässt sich das iPad bequem aufladen und man verzichtet dennoch nicht zwangsläufig auf seine Musik. Wer will kann sich den Troy sogar auf den Schreibtisch stellen, davor eine Bluetooth Tastatur und das iPad als Notebookersatz nutzen; das macht schon einiges her, das kann ich versprechen.
Troy ist übrigens in vier ansprechenden Farben erhältlich: schwarz, grau, rot und grün.

Troy im Praxiseinsatz

Der Troy ist in Null Komma Nichts aufgebaut und schon einsatzbereit. Man stöpselt nur noch das entsprechende Gerät an das mitgelieferte Aux-Kabel, legt den Musikträger in die Schale auf dem Kopf des Troys und kann auch schon seine Musik im vollem Umfang genießen. Keine Installation, keine großartigen Schwierigkeiten beim Anschluss – selbst meiner Oma würde ich die Installation zutrauen.

Höhen in Musik kann der Troy hervorragend abspielen, bei den Tiefen schwächelt es allerdings schnell ein wenig. Der Bass, der aus dem kleinen Lautsprecher tönt, überzeugt mich persönlich nicht, mit allem Anderen kann man ausgezeichnet leben. Allerdings hatte ich beim Aufstellen das Problem, wohin damit? Der Troy nimmt doch relativ viel Platz ein und den habe ich (derzeit) nicht unbedingt. Aber da dieser für den Test eh nur temporär genutzt wird, habe ich doch noch ein nettes kleines Plätzchen finden können.

Wenn man sein Gerät über das Aux-Kabel angeschlossen hat, hätte ich mir persönlich, um die oft auftretende Distanz zwischen Troy und mir zu überbrücken, eine kleine Fernbedienung gewünscht. An diese wurde leider nicht gedacht.

Fazit

Der Troy gefällt mir persönlich sehr gut. Er macht Einiges her, wenn man ihn auf dem Schreibtisch stellt und darauf das iPad seinen Platz gefunden hat. Er ist durch seine Größe und dem fehlenden Akku nicht für das mobile Musikhören geeignet, er muss also im Wohnzimmer verweilen, obwohl man ihn aufgrund seiner Schönheit gern jedem zeigen möchte. Für runde 150 Euro erhält man eine großartige, stationäre Musikbox, die auch bei dir seinen Platz finden würde.

Allgemeines zur Big Jambox

Kommen wir von der stationären Musikbox zu einem mobilen Begleiter, der optisch eher zu den unauffälligen Kandidaten gehört, aus dessen Stereo-Boxen aber ein unglaublicher Klang kommt, dazu komme ich aber noch. Auch die Big Jambox ist vorrangig zum Musikabspielen geeignet. Ist sie aber mit einem Smartphone gekoppelt, kann darüber auch telefoniert werden und das Smartphone muss nicht einmal in unmittelbarer Nähe sein. Auch Siri auf dem iPhone zu benutzen wäre kein Problem. Das erste Ziel, das sich Jawbone allerdings gestellt hat – und das ist mehr als offensichtlich, wenn man die Big Jambox in den Händen hält – ist eine Mobilität einer Musikbox, aber keine Abnahme der Musikqualität.

Lieferumfang

  • Big Jambox Drahtloslautsprecher
  • 1,5 m mikro-USB Kabel
  • Aux-Kabel
  • Ladegerät
  • Kurzanleitung (wirklich sehr kurz, weil annähernd selbsterklärend)

Design

Das Design ist meiner Meinung eher unspektakulär, da die Big Jambox ein einfacher Quader ist. Das spezielle daran ist aber, dass es eben so einfach hergestellt wurde. Ein einfacher Quader, auf der Oberseite sechs Knöpfe zur Navigation, an der rechten Seite zwei weitere Tasten und drei Eingänge. Fertig. Zudem besteht das Gerät von vorn, hinten, oben und unten aus Metall, an den beiden Seiten ist es mit Plastik ausgestattet worden.
Die oben angelagerten Tasten sind aus Hartgummi, das Logo auf der Vorderseite ist allerdings ebenfalls Plastik. Damit ein Verrutschen der Box unmöglich wird, sind an der Unterseite Gummiflächen angebracht worden, die die Big Jambox bombenfest auf fast jedem Untergrund halten.

Ansonsten kann man leider nicht mehr viel zu dem Design sagen, da es eben so einfach hergestellt wurde und dennoch sehr genial aussieht.

Die Big Jambox im Praxiseinsatz

Genügend Zeit hatte ich ja nun, die Jambox ordentlich zu testen. Und immer wieder schlug sie sich unglaublich gut.

Die Jambox nimmt per Bluetooth Verbindung zu jedem Smartphone oder MP3-Player mit dem A2DP Profil auf. Nun drückt man nur noch ein Knopf und schon spielt die Jambox die Musik in einer tollen Qualität ab. Und sollte das Gerät vielleicht kein Bluetooth beherrschen, ist das auch kein Problem, schließlich ist ja ein AUX-Kabel dem Lieferumfang beigelegt worden.

Nun stellt man die Big Jambox in eine Ecke und lässt sie ihr Ding machen. Oder man steuert die Musikwiedergabe mit seinem angeschlossenen Smartphone. So kann man das Gerät bis zu 15 Stunden durchspielen lassen, was ich für sehr beeindruckend halte. Ich habe das Gerät in meinem Test ständig genutzt und musste es über die Wochen lediglich zwei mal aufladen – so viel dazu.

Was bei der Jambox beeindruckend geworden ist, ist der sogenannte Live Audio Modus. Dieser wird mit zwei Tasten aktiviert und spielt die Musik annähernd so, als würde die Band direkt vor einem stehen. Verständlicherweise kann die Qualität nicht mit der einer 7.1 Surround Anlage verglichen werden, aber für die Größe kann man bei der Qualität der Musikwiedergabe nicht meckern und der entscheidende Vorteil ist die Mobilität der Box, die sich sogar noch erhöht, wenn man eine separat erhältliche Tasche dazukauft, in der sich die Big Jambox sofort heimisch fühlen dürfte.

Fazit

Die Jambox hat ihre eigenen Stärken, die sie auch zeigen kann. Sie muss kein mobiles Endgerät aufladen können, einfach nur Musik wiedergeben und das mobil und in einer angemessenen Qualität. Die Qualität ist meiner Meinung nach aber mehr als angemessen, das Design ist schick, der Komfort ist gegeben und mit der Jambox nachts auf Berliner Straßen umherzulaufen macht einfach nur Spaß. Nur beim Preis hört der Spaß auf und der beträgt hier happige 299 Euro. Meiner Meinung nach ist die Big Jambox allerdings jeden einzigen Cent wert, der für sie ausgegeben wird.

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David

Hi, mein Name ist David Hermann und ich bin Administrator und Blogger von Touch-This.de. Außerdem bin ich auch auf Twitter und mit meinem privaten Weblog im Web vertreten. Viel Spaß beim Lesen des Artikels.

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